Immobilienkauf in Frankfurt: Die häufig übersehene Haustechnik-Due-Diligence

Frankfurt zählt zu den teuersten Immobilienmärkten Deutschlands. Bei Kaufpreisen von einer Million Euro und mehr erscheinen die Kosten für eine gründliche technische Prüfung vor dem Kauf marginal — und dennoch überspringen viele Käufer diesen Schritt. Besonders die Haustechnik wird oft unterschätzt.

Was gehört zur technischen Due Diligence?

Eine vollständige technische Prüfung einer Frankfurter Bestandsimmobilie umfasst mindestens: Dachzustand, Fassade und Fenster, Heizungsanlage mit Wartungsprotokollen, Elektroinstallation, Feuchtigkeitssituation in Keller und Außenwänden — und das Abwassersystem.

Letzteres wird am häufigsten vergessen. Leitungen sind unsichtbar, ihr Zustand erschließt sich nicht bei einem Rundgang. Und doch können verrottete Kanalleitungen unter einem Frankfurter Altbau schnell fünfstellige Sanierungskosten bedeuten.

Warum das Abwassersystem besonders wichtig ist

In Frankfurts Altbauquartieren — Sachsenhausen, Bornheim, Nordend, Westend — stammen viele Hausanschlussleitungen aus der Nachkriegszeit oder sogar aus der Vorkriegsperiode. Steinzeug und Gusseisen aus den 1930er bis 1960er Jahren sind nach 60 bis 90 Jahren Betrieb am Ende ihrer geplanten Lebensdauer.

Eine Kanalinspektion durch einen spezialisierten Betrieb kostet 150 bis 400 Euro — und liefert eine vollständige Dokumentation, die in der Kaufpreisverhandlung direkt eingesetzt werden kann. Für das Frankfurter Stadtgebiet bietet Rohrreinigung Frankfurt durch Rohrwerk24 solche Inspektionen mit anschließendem Sanierungsangebot aus einer Hand.

Was eine Inspektion zeigt

Risse durch Bodensetzung, versetzte Muffen, Wurzeleinwuchs, vollständige Verstopfungen, Querschnittsreduktion durch Inkrustationen — all das bleibt ohne Kamerainspektion unsichtbar. Mit einer Inspektion weiß der Käufer genau, was auf ihn zukommt.

Praktische Empfehlung

Inspektion als aufschiebende Bedingung in die Kaufabsichtserklärung aufnehmen. Ergebnis mit einem Kostenvoranschlag für eventuelle Sanierung verknüpfen. Betrag vom Kaufpreis abziehen oder Verkäufer zur Sanierung verpflichten. Wer das konsequent durchsetzt, kauft ohne böse Überraschungen im Keller.

Fazit

Eine Haustechnik-Due-Diligence schützt vor den häufigsten Kostenfallen beim Immobilienkauf. Im teuren Frankfurter Markt ist sie keine Option, sondern Pflicht. Die Kosten für eine gründliche Prüfung amortisieren sich schon beim ersten vermiedenen Sanierungsfall.

Petra Hoffmann

Redakteur/in

Petra Hoffmann ist Stadtjournalistin und lebt seit über 15 Jahren in Frankfurt am Main. Sie schreibt über das pulsierende Stadtleben, Kulturveranstaltungen und die Menschen, die Frankfurt zu dem machen, was es ist. Ihr besonderes Interesse gilt den Vierteln abseits des Mainstreams und der Kulinarikszene der Mainmetropole.

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